Die systemische Familienaufstellung

 

Um das Überleben zu sichern, ist das Verhalten von Mensch und Tier nicht von eigenen, sondern von den  Regeln seiner Gruppe bestimmt. Wir übernehmen von unserer Familie und unserem Umfeld Muster und Verhaltensweisen ohne sie zu hinterfragen; sie bestimmen unser Leben. Sie helfen uns, die an uns gestellten Anforderungen zu bewältigen, können aber auch belasten. Dann nämlich, wenn sie für uns als Person nicht mehr richtig oder zeitgemäß sind.
Auch gravierende Einschnitte oder Schicksalsschläge werden unbewusst von unseren Vorfahren übernommen. Wenn zum Beispiel ein Vorfahre eine „Schuld“ auf sich geladen hat, wird diese häufig von einem Nachfahren „übernommen“ ohne dass dieser das weiß. Er versucht dann ständig, Ausgleich zu schaffen und lebt nicht frei und unbeschwert sein eigenes Leben. Beispiel: Eine Großtante durfte (zur damaligen Zeit nicht unüblich) keinen eigenen Beruf ergreifen und ging, da sie keinen Mann fand oder wollte, ins Kloster. Eine Großnichte, die von dieser Geschichte überhaupt nichts weiß, sieht ihre Lebensaufgabe darin, Karriere um jeden Preis zu machen, obwohl sie lieber einen sozialen Beruf ergreifen würde. Sie versteht ihre eigene Zerrissenheit nicht und landet im Burnout. Dies ist nur ein Beispiel aus meiner eigenen Familiengeschichte, stellvertretend für unzählige andere Schicksale.  

Durch das Familienaufstellen können diese übernommenen Muster aufgespürt, die Zusammenhänge geklärt und Konflikte gelöst werden. Die Wirkung zeigt sich meist sofort, ich begleite Sie jedoch auch in der Zeit danach, weil hier ja oft Ereignisse aus der Vergangenheit aufgearbeitet werden müssen.